MIT EINER GMBH STEUERN SPAREN??

„Eine GmbH ist doch viel zu teuer!!!“ – Hast Du dieses Argument auch schon einmal gehört? Vielleicht von Deinem Steuerberater… oder einem Freund, Bekannten, Geschäftspartner… was ist dran an diesen Bedenken? Und kannst Du mit GmbH`s tatsächlich signifikant Steuern sparen?

DER IRRGLAUBE, DASS EINE GMBH TEUER IST, LIEGT VOR ALLEM AN ZWEI DINGEN:

1) Bilanzierung statt Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Die GmbH hat immer zu bilanzieren (statt eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung zu erstellen wie z.B. bei Einzelunternehmern, GbR oder Freiberuflern). Dies führt dazu, dass die Buchführungskosten leicht höher sind. Die Bilanz sowie die Veröffentlichung / Hinterlegung beim Bundesanzeiger kosten ebenfalls mehr als etwa eine Einkommensteuererklärung.

Dafür gibt es auch den erheblichen Vorteil, dass Du immer genau sehen kannst, wie es Deinem Unternehmen wirklich geht. Du hast schwarz auf weiß eine Vermögensübersicht, in der Du erkennst, wie die Vermögenssituation Deines Unternehmens tatsächlich ist! Außerdem werden Forderungen und Schulden übersichtlich ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen werden in das Jahr abgegrenzt, in welches sie tatsächlich wirtschaftlich gehören. Über Rückstellungen kannst Du Risiken und Kosten in Deinem Unternehmen abbilden und auch noch die ein oder andere Steuerersparnis dadurch generieren. Du bekommst also auch große Vorteile für Deine Mehrkosten!

2) Entnahmeverhalten

Die meisten Menschen gehen davon aus, dass Du am besten alle Gewinne, die von Deiner GmbH erwirtschaftet werden, so schnell wie möglich in Deinen Privatbereich entnehmen musst. Dies soll verhindern, dass Deine GmbH eine zu große Haftungsmasse bekommt. Außerdem ist es gefühlt so, dass das Geld auf dem Privatkonto besser aufgehoben ist, weil es ja dann „Dir gehört“ und nicht der GmbH.

Wenn Du natürlich alle Gewinne, welche bereits in Deiner GmbH angefallen und versteuert worden sind, in Deinen Privatbereich ausschüttest oder unterjährig z.B. als Geschäftsführergehalt in deine private Geldbörse schleust, versteuerst Du diese Summen noch einmal zusätzlich mit Deiner privaten Einkommensteuer. Dies führt zu einer Doppelbelastung an Steuern. Bei dieser Vorgehensweise ist es tatsächlich so, dass unter dem Strich die Steuerbelastung einer Kombi aus GmbH + privat ein klein wenig höher ist, als wenn Du die Gewinne in Deinem Einzelunternehmen oder Deiner Personengesellschaft erwirtschaftest und versteuerst.

DIE LÖSUNG:

Richtig interessant wird es, wenn Du statt dessen einen Großteil der von der GmbH erwirtschafteten Gewinne dort in der Gesellschaft belässt. Du wirst gleich anhand eines Beispiels sehen, wie viel Geld dann übrig bleibt, welches Du neu investieren kannst – in Dein Unternehmen (bessere Produkte, vorteilhaftere Betriebsausstattung, neue Arbeitsplätze), in Kapitalanlagen oder auch in Wertpapiere oder andere Unternehmensbeteiligungen. So kannst Du durch diese Investitionen wiederum erneut mehr Gewinn erwirtschaften oder zugewiesen bekommen. Dies funktioniert wie eine Art Zinseszinseffekt: der Turbo für Deinen Vermögensaufbau!
Da die GmbH ja auch Dir gehört, ist das Geld letzten Endes mittelbar immer in Deinem Verfügungsbereich und Du kannst darüber bestimmen.

Jetzt steht natürlich das Gegenargument im Raum, dass es besser wäre, die Haftungsmasse der GmbH zu beschränken, so dass Dein in der GmbH aufgebautes Vermögen nicht irgendwann durch schlechte Geschäfte oder einen Zwischenfall gefährdet bzw. vernichtet wird. Wie begegnen wir nun dieser Gefahr? Wir gründen einfach zwei GmbH`s statt einer! Die eine GmbH betreibt Dein Geschäft und verdient das Geld. Die zweite GmbH dient als so genannte „Spardose“, in der Du Dein Vermögen ansammelst und aufbaust. Glücklicherweise ist es relativ einfach und fast steuerfrei, Gelder von einer in die andere GmbH zu verschieben.

Und noch eine gute Nachricht: es ist mit demselben Stammkapital möglich, zwei GmbH`s auf einmal zu gründen! Du benötigst also nicht zweimal 25.000 EUR, sondern nur einmal!

Machen wir doch einfach mal eine Vergleichsrechnung und schauen uns an, warum es so sinnvoll ist, Geld in einer GmbH zu verdienen und die Gewinne dort zu versteuern, sofern Du einen Großteil dieses Geldes in der GmbH belässt. (Vereinfachte Darstellung!)

In dieser Beispielrechnung wird deutlich, dass wir in der GmbH zunächst einmal 17,61% mehr von unserem Gewinn behalten dürfen statt an das Finanzamt abzugeben.

Jetzt müssen wir natürlich noch berücksichtigen, dass Du womöglich auch noch etwas Geld zum Leben benötigst und Dir deshalb bei einer GmbH durchaus ein paar Euro im Monat z.B. als Geschäftsführergehalt auszahlst.Dadurch steigt die Gesamtsteuerbelastung je nachdem, wie hoch diese Beträge sind.

Gleichzeitig gibt es Möglichkeiten, auch auf den Gewinn Deiner GmbH einen Gewerbesteuer-Freibetrag im Höhe von 24.500 EUR anzuwenden, so dass Du erst ab einem Gewinn von 24.501 EUR Gewerbesteuer zahlst. Hierdurch sinkt wiederum unsere Gesamtsteuerbelastung deutlich. Wenn Du Dich für diese Möglichkeiten interessierst, sprich uns gerne an!

Du siehst, eine GmbH-Struktur kann Dir helfen, signifikant Steuern zu sparen! Die geringen Mehrkosten einer Bilanzierung fallen gar nicht auf im Verhältnis zu den großen Summen, die Du an Steuern einsparen kannst.

Comments 4

  1. Hallo,
    ich habe seit 2 Jahren eine UG/GmbH und würde diese gerne nachträglich an meine neue UG Holding verkaufen. Ist dies Möglich? Oder ist dann die Steuerersprarnis dahin??

    1. Post
      Author

      Möglich ist alles, nur ob es Sinn macht ist die Frage – das können wir gerne in einem Beratungsgespräch klären!

  2. ‘Gleichzeitig gibt es Möglichkeiten, auch auf den Gewinn Deiner GmbH einen Gewerbesteuer-Freibetrag im Höhe von 24.500 EUR anzuwenden, so dass Du erst ab einem Gewinn von 24.501 EUR Gewerbesteuer zahlst.’

    Hi,
    durch Insta bin ich mittlerweile regelmäßige Leserin von eurem Blog. Gerade den GmbH Blog fand ich vom Thema interessant, wobei ich mich frage, seit wann eine GmbH eine GewSt Freibetrag hat? Diesen haben doch nur PersG und EU!
    Und wie das gehen soll, das Geld von einer GmbH in eine andere transferiert werden soll ohne Darlehen oder Rechnung.
    Bei eine Rechnung liegt ja dann auch eine Besteuerung vor.
    Oder meine ihr eine GmbH und eine GmbH & Co. Kg , wobei die GmbH die Verwaltung übernimmt ?

    LG Tina

    1. Hallo Tina,
      Du hast natürlich grundsätzlich recht, dass eine GmbH ab dem ersten Euro Gewerbesteuer zahlt (außer bei grundstücksverwaltenden Gesellschaften). Wenn wir die GmbH kombinieren mit einer atypisch stillen Gesellschaft, ist das Gewerbesteuersubjekt für dieses Handelsgeschäft nicht mehr die GmbH, sondern die atypisch stille Gesellschaft. Und diese erhält den Freibetrag für Personengesellschaften 🙂 Eine solche Gesellschaft zu errichten, sollte natürlich nicht steuermotiviert sein, sondern aus anderen Gründen Sinn machen. lg

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